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Stolz

ZUR EHRE GOTTES

Nach dem ich mein Leben Jesus Christus übergeben hatte, war für mich klar, lügen kommt für mich nicht mehr in Frage. Aber die Liebe des Vater sollte mich etwas besseres belehren...
Nach meiner Scheidung lernte ich eine liebe Christin in der Gemeinde kennen. Sie war nahezu die einzige die sich um mein Wohlergehen gekümmert hat. Wir konnten über alles reden, haben manchen Gottesdienst, und auch Seminare miteinander besucht. So kam es, wie es kommen musste, ich habe mich in sie verliebt. Diese Liebe wurde so stark, dass ich bereit war für sie mein Leben zu geben.
Leider wurde diese Liebe nie erwidert, obwohl ich spürte, dass sie mich auch gut mag oder mochte. Sobald ich ihr zu nahe kam wurde ich abgelehnt. Ablehnung reihte sich an Ablehnung.
Als ich sie um Vergebung bat, für etwas was ich getan hatte, wurde ich wieder dieses mal sehr schroff abgelehnt.
Voller Zorn ging ich nach Hause, konnte aber die ganze Nacht nicht schlafen. Aus Wut über ihre Ablehnung habe ich sie die ganze Nacht beim schlafen gestört, indem ich sie mehrere male per Telefon anrief.
Zwei Tage später nach dem ende eines Gottesdienstes in der Schleife, kam sie auf mich zu und fragte ganz freundlich: Georges hast du mich vor zwei Tagen mehrmals in der Nacht angerufen? Ich nein warum, sicher nicht. Wieder fragte sie: Sicher nicht Georges? Nein sicher nicht. Dann ging sie ohne ein weiteres mal zu fragen oder gar wütend zu sein.
In meinem Magen begann ein starkes Unwohl sein, wusste ich doch ganz genau, dass ich gelogen hatte. Am anderen morgen war das Unwohl sein immer noch da, auch während meiner Dienstzeit. Und dann sprach der Heilige Geist ganz sanft und ruhig in meinem Herzen: Georges das ist nur dein verletzter Stolz.


Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Jer. 23,29
Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. Mat. 26,75

Dann zu Hause, in meiner Wohnung bin ich zusammen gebrochen, und habe Tage lang geweint. Wie habe ich doch zu ihr, dieser Christin gesagt: wenn ich dich anlüge, lüge ich Jesus an, denn er lebt in dir.
Durch die Gnade des Himmlischen Vaters durfte ich erkennen, dass es seine Liebe ist, dass er all das zugelassen hat damit ich meinen eigenen Stolz erkenne und bekenne. Nicht dass ich es schon begriffen hätte, aber ich bin dabei es zu lernen.

Er gibt aber desto grössere Gnade. Deshalb spricht er: "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade." Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen.
Jak. 4,6-8

Amen

Georges Schrepfer

8. März 2004